Sonnenschutz

Institute Dr. Schrader

Sonnenschutz

Perfekte Bedingungen und hauseigene Qualitätskontrolle für den sicheren Schutz der Verbraucher

Standard-Prüfungen

 

Bestimmung des Sonnenschutzfaktors (SPF/LSF)

  • Internationale SPF-Testmethode 2006 (COLIPA – CTFA SA – JCIA – CTFA US)
  • International Standard ISO 24444:2010(E)
  • FDA, Final Rule 2011
  • AS/NZS 2604:2012

 

Wasserresistenz- oder Extra Wasserresistenzbestimmung

  • Spa Pool Methode (COLIPA 2005; FDA Final Rule 2011; AS/NZS 2604:2012)
  • Dusch-Methode

 

Schweißresistenz-Prüfung mittels Sauna

 

In-vivo-Bestimmung des UVA-Schutzes

  • PPD/PFA nach JCIA Standard 1995 (1999)
  • International Standard ISO 24442:2011(E)

 

In-vitro-Bestimmung des UVA-Schutzes

  • COLIPA 2011 (COLIPA Ratio)
  • Boots Star Rating System (2011 Revision)
  • AS/NZS 2604:2012
  • International Standard ISO 24443:2012(E)
  • FDA, Final Rule 2011

Für die In-vivo-Bestimmungen stehen zahlreiche parallel laufende und jährlich zertifizierte Bestrahlungssysteme (Multiport 300 W) zur Verfügung. Eine Spezialklimatisierung im Sonnenschutzlabor sorgt für perfekte, zugfreie und konstante Bedingungen. Die hauseigene Qualitätskontrolle gewährleistet auch neben den externen Zertifizierungen aus physikalischer Sicht eine optimale und methodenkonforme Einhaltung aller technischen Randbedingungen.

Gleiches gilt auch für die In-vitro-Bestimmungen von UVA-Kenngrößen, bei denen ein Bentham Spektrometer SSUV300 sowie ein Atlas Sun Test CPS+ verwendet werden. Kühlung während der Messung und Lagerung der Proben im Klimaschrank sind ebenso selbstverständlich wie ein Spektrometer, das eine lineare Funktionalität bis zu einer OD 6 realisiert, und ein Dynamikbereich, den man im Bereich der UVA-Prüfung weltweit sicher nur selten antrifft.

Basisinformationen

Die erste moderne, auf UV-Filtern basierende Sonnencreme – die „delial Salbe“ – wurde 1933 auf den Markt gebracht. Der Hamburger Strahlenphysiker Rudolf Schulze (1906–1974) führte 1956 den Begriff Lichtschutzfaktor (LSF) ein, der zunächst jedoch nur von Dermatologen genutzt wurde. Erst Jahre später erschien er in den Auslobungen auf Sonnenschutzprodukten. Der Sonnenschutzfaktor (SPF) soll dem Konsumenten einen direkten Vergleich der Schutzleistung von Sonnenschutzmitteln ermöglichen.

In Europa regelt eine Empfehlung der COMMISSION OF THE EUROPEAN COMMUNITIES von 2006 die Produktauslobungen. Danach werden Sonnenschutzprodukte in vier Schutzklassen eingeteilt. Der gemessene Sonnenschutzfaktor wird auf die folgenden vorgegebenen diskreten Schutzfaktoren abgerundet:

Label SPF Schutzklasse
6 Niedrig
10
15 Mittel
20
25
30 Hoch
50
50+ Sehr Hoch

Produkte mit Lichtschutzfaktoren unter 6 sind den Sonnenschutzmitteln nicht mehr zugeordnet, da wegen der niedrigen Schutzwirkung die überwiegende Zweckbestimmung der Produkte (Sonnenschutz) nicht erfüllt wird. Die früher verwendete Produktbezeichnung Sunblocker wird ebenfalls nicht mehr verwendet, da der Verbraucher fälschlicherweise einen vollständigen Schutz vermuten könnte.

Nach Empfehlung der EU Direktive müssen Sonnenschutzmittel zusätzlich zum UVB-Schutz vor UVA-Strahlung schützen. Der UVA-Schutzfaktor (UVA-PF) soll mindestens 1/3 des Sonnenschutzfaktors betragen.

Literatur:

  • Rohr M, Schrader A, Bielfeldt S, Schrader K (1993) Einfluss des Bestrahlungsspektrums bei der Bestimmung des Sonnenschutzfaktors (SSF). Euro Cosmetics 1(1), 53-6
  • Schrader K. (1994) Bewertung von Sonnenschutzmitteln. Skin Care Forum 10, 1-8
  • Schrader K. and Schrader A. (1994) Die Sonnenschutzfaktorbestimmung: Prüfung der Wasserresistenz. Eine kritische Betrachtung aus experimenteller Sicht. Aktuelle Dermatologie 20(4), 130-4.
  • Rohr M., Schrader A. (2003) Quality of irradiation – An essential criterion of SPF determination. SÖFW J 129(3), 2-10
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