Chemilumineszenz

Institute Dr. Schrader

Chemilumineszenz

Anti-Oxidativer Wirknachweis / ICL-S/H

Die Induzierte Chemilumineszenz der Haut und des Haares (ICL-S/H) ist eine der wenigen Methoden zum In-vivo-Nachweis eines anti-oxidativen Schutzpotenzials. Das Chemilumineszenz-Detektions-System wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes in Zusammenarbeit mit der m.u.t. GmbH (Wedel, Germany) in den späten 90er-Jahren entwickelt. Konzipiert als in vivo Single Photon Counting System wurde eine Technik realisiert, die mittels peltier-gekühltem Photo-Multiplier den oxidativen Stress in der Haut und im Haar quantifiziert. Durch eine räumliche Trennung von Detektionseinheit und Steuereinheit mit Sonnensimulator ist eine nicht invasive Technik etabliert worden, die in weniger als 100 ms nach Stress-Ende die Photonen-Strahlung der Haut oder des Haares erfasst und so einen direkten Zugang zum kosmetischen Wirknachweis des anti-oxidativen Schutzpotenzials ermöglicht.

Moderne Kosmetika mit Wirksamkeits-Auslobungen wie „Anti-Ageing“ sind oftmals eine komplexe Mischung von UV-Filtern und Antioxidantien. Ein Wirksamkeitsnachweis für solche Auslobungen muss mit fundierten wissenschaftlichen Methoden durchgeführt werden. Sonnenlicht (UV-Strahlung) ist eine Hauptursache für vorzeitige Hautalterung (Photoageing) insbesondere durch die Erzeugung freier Radikale und dem damit verbundenen oxidativen Stress. Die größte Herausforderung in Bezug auf den Claim-Support ist die nicht-invasive aber zugleich sensitive Messung von oxidativem Stress am Probanden. Nur dieser In-vivo-Ansatz berücksichtigt alle physiologischen, in lebender Haut aktiven Prozesse und liefert Wirksamkeitsdaten mit größtmöglicher Relevanz für die Anwendungssituation. UV-Filter verringern die Radikalentstehung und Antioxidantien bewirken eine schnellere und/oder effektivere Radikalneutralisierung beziehungsweise  –detoxifikation. Durch die Messung der Chemilumineszenz (ultraschwache Photonen-Emission), als Begleiterscheinung radikalischer Reaktionen in biologischen Geweben wie der Haut, erlaubt die ICL-S Methode (Induced Chemiluminescence of Human Skin) die Messung von oxidativem Stress in Echtzeit an Gruppen von Probanden. Die Wirksamkeitsprüfung von Antioxidantien und UV-Filtern kann damit für Rohstoffe während der Produktentwicklung und für Fertigprodukte nach topischer Applikation (In-Use-Situation), sowohl an der menschlichen Haut als auch am Haar, durchgeführt werden.

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